Unser Graf, gekämpft und doch verloren

Unser Graf, gekämpft und doch verloren

Wir sind sehr traurig, denn kaum dass wir uns kennen und lieben lernen durften, mussten wir Abschied nehmen.
Wie zuvor schon zu lesen ist, hatten wir nach Paco doch längere Zeit gebraucht uns wieder ein Boxerl ins Haus zu holen. Doch im März war es soweit, Graf zog bei uns ein.
Er fühlte sich sofort bei uns wohl. Trauerte nicht und genoss die volle Zuwendung, die wir ihm so gerne gaben. Es war toll, wieder ein Boxerleben begleiten zu dürfen. Doch dies war sehr schnell mit großen schwarzen Wolken überschattet. Im Mai brach Graf von heute auf morgen zusammen. Notaufnahme und ein langer Untersuchungsmarathon begann, dann stand fest, Sommermeningitis, durch Zeckenbiß.
Die Ärzte gaben uns nicht viel Hoffnung doch wir und unser Graf gaben den Kampf gegen die Krankheit nicht auf. Zeigte er doch trotz allem, einen großen Willen zum Leben. Viele Tabletten musste er schlucken, die ich ihm immer lecker verpackte, damit es für ihn leichter war. Es folgte Physiotherapie und viel Training für sein Hinkefüßen, welches krankheitsbedingt (Hirn nahm den Fuß nicht mehr wahr) eine Folgeerscheinung war. Und siehe da, die Ärzte waren selbst erstaunt, so konnten wir nach 6 Monaten die noch verbliebenen Tablettengaben absetzen und wer es nicht wusste, sah auch nicht das leichte Hinken, seines Vorderfüßchens. Wir waren so happy. Konnten wieder längere Spaziergänge unternehmen, Ball spielen und einfach unser gemeinsames Leben wieder genießen. Sogar ein Urlaub im Oktober mit erstem Baden im Salzwasser, war toll.
Dann kam der 6.12.19 Graf übergab sich morgens beim Spaziergang, ja passiert mal. Doch nachdem er sein Frühstück und dann doch noch paar mal sich übergeben mussten, läuteten beim mir die Alarmglocken. Ab in die Tierklinik, die wir ja schon so gut kannten.
Nach Blut, Röntgen, Ultraschall – der Schock, Krebs im Endstadium. Eigentlich sollten wir ihn gleich einschläfern, doch das brachten wir nicht fertig und nahmen ihn nochmal mit Nachhause. Ganz kleine Gaben von seinem Lieblingsquark nahm Graf gerne an. Doch am Sonntag morgen nach unserem Spaziergang legte er sich nicht mehr ab und sah mich mit großen Augen an, da wussten wir, es ist soweit – Abschied zu nehmen. Wollten wir doch nicht, dass Graf Schmerzen erleidet.
Es war der 2. Advent 2019 an dem uns Graf verließ.
Wir hatten uns zwar nur ein ¾ Jahr, aber diese Zeit schweißte uns so sehr zusammen, als lägen Jahre dazwischen.
Graf war ein ganz lieber Bursche, wir vermissen ihn.

Dieser Hund war glücklicherweise keiner unserer Notboxer.
Es liegen keine Angaben zu diesem Boxer vor.

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Wir sind sehr traurig, denn kaum dass wir uns kennen und lieben lernen durften, mussten wir Abschied nehmen.
Wie zuvor schon zu lesen ist, hatten wir nach Paco doch längere Zeit gebraucht uns wieder ein Boxerl ins Haus zu holen. Doch im März war es soweit, Graf zog bei uns ein.
Er fühlte sich sofort bei uns wohl. Trauerte nicht und genoss die volle Zuwendung, die wir ihm so gerne gaben. Es war toll, wieder ein Boxerleben begleiten zu dürfen. Doch dies war sehr schnell mit großen schwarzen Wolken überschattet. Im Mai brach Graf von heute auf morgen zusammen. Notaufnahme und ein langer Untersuchungsmarathon begann, dann stand fest, Sommermeningitis, durch Zeckenbiß.
Die Ärzte gaben uns nicht viel Hoffnung doch wir und unser Graf gaben den Kampf gegen die Krankheit nicht auf. Zeigte er doch trotz allem, einen großen Willen zum Leben. Viele Tabletten musste er schlucken, die ich ihm immer lecker verpackte, damit es für ihn leichter war. Es folgte Physiotherapie und viel Training für sein Hinkefüßen, welches krankheitsbedingt (Hirn nahm den Fuß nicht mehr wahr) eine Folgeerscheinung war. Und siehe da, die Ärzte waren selbst erstaunt, so konnten wir nach 6 Monaten die noch verbliebenen Tablettengaben absetzen und wer es nicht wusste, sah auch nicht das leichte Hinken, seines Vorderfüßchens. Wir waren so happy. Konnten wieder längere Spaziergänge unternehmen, Ball spielen und einfach unser gemeinsames Leben wieder genießen. Sogar ein Urlaub im Oktober mit erstem Baden im Salzwasser, war toll.
Dann kam der 6.12.19 Graf übergab sich morgens beim Spaziergang, ja passiert mal. Doch nachdem er sein Frühstück und dann doch noch paar mal sich übergeben mussten, läuteten beim mir die Alarmglocken. Ab in die Tierklinik, die wir ja schon so gut kannten.
Nach Blut, Röntgen, Ultraschall – der Schock, Krebs im Endstadium. Eigentlich sollten wir ihn gleich einschläfern, doch das brachten wir nicht fertig und nahmen ihn nochmal mit Nachhause. Ganz kleine Gaben von seinem Lieblingsquark nahm Graf gerne an. Doch am Sonntag morgen nach unserem Spaziergang legte er sich nicht mehr ab und sah mich mit großen Augen an, da wussten wir, es ist soweit – Abschied zu nehmen. Wollten wir doch nicht, dass Graf Schmerzen erleidet.
Es war der 2. Advent 2019 an dem uns Graf verließ.
Wir hatten uns zwar nur ein ¾ Jahr, aber diese Zeit schweißte uns so sehr zusammen, als lägen Jahre dazwischen.
Graf war ein ganz lieber Bursche, wir vermissen ihn.